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Eine Frage der Ehre

Dienstag, 9. Juli 2024
 

Normalerweise hält sich Judoka Michaela Polleres mit Ansagen vor Wettkämpfen gerne zurück. Große Sprüche klopft sie selten bis gar nicht. Die Weltranglisten-Dritte lässt lieber Taten und Medaillen für sich sprechen: Insgesamt 57 Stück Edelmetall hat „Michi“ in ihrer Karriere schon gesammelt, 17 davon in der Allgemeinen Klasse, darunter Olympia-Silber, 2 x WM-Bronze, Masters-Gold und 2 x EM-Bronze. Im Olympia-Jahr 2024 hat sie bereits zwei Grand-Slam-Turniere gewonnen. Vor dem Saison-Highlight sagt Polleres: „Mein Ziel für Paris liegt auf der Hand: Ich will Gold holen!“

Am 26. Juli, bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris, wird die 26-jährige Niederösterreicherin gemeinsam mit dem Wildwasser-Kanuten Felix Oschmautz die österreichische Fahne tragen. Eine Ehre, die bei einer Eröffnungsfeier bislang noch keinem rot-weiß-roten Judoka zuteil wurde. Ludwig Paischer fungierte 2008 bei der Schlussfeier in Peking als rot-weiß-roter Fahnenträger.

„Ich finde es richtig cool, ich wollte sowieso zur Eröffnung. Jetzt bin ich Fahnenträgerin“, frohlockt die Niederösterreicherin. „Ich gehöre mit meinen Erfolgen zu den besten österreichischen Judoka der Geschichte, das macht mich stolz.“

"Alles schnell verflogen"

Michaela Polleres ist die einzige im aktuellen sechsköpfigen ÖJV-Olympia-Team, die bereits über Olympia-Erfahrung verfügt. Noch immer bekommt sie Gänsehaut, wenn sie an den 28. Juli 2021 zurückdenkt. „Ich war im ersten Moment enttäuscht, das Finale verloren zu haben. In der zweiten Hälfte des Kampfes war ich sicher aktiver. Ich wusste, dass auch Gold möglich war. Aber als ich meine Teamkolleginnen, die Coaches und Betreuer gesehen habe, wie sie sich für mich freuen, war die Enttäuschung schnell verflogen. Auch die Siegerehrung war richtig speziell“, erinnert sich die ÖJV-Vorzeigeathletin.

Drei Jahre später zählt Polleres für Paris einmal mehr zum Kreis der Top-Favoritinnen. Sie wird (zumindest) als Nummer drei gesetzt sein. Das vorzeitige Aus bei der WM in Abu Dhabi ist längst abgehakt. „Ich bin taktisch sicher stärker als seinerzeit in Tokio und habe mit meinen Grand-Slam-Erfolgen und WM-Medaillen viel Selbstvertrauen getankt. An einem guten Tag kann ich alle schlagen, davon bin ich überzeugt“, gibt sich „Michi“ selbstbewusst.

Vorher wird sie noch die Eröffnungsfeier und ihre Rolle als Fahnenträgerin genießen. Am 31. Juli steht das Mittelgewicht (-70 kg) auf dem Programm. Dann will Polleres wieder Taten sprechen lassen und ihre insgesamt 58. Medaille holen. Am liebsten in Gold!

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