„Schön, so in Saison zu starten“
Katharina Liensberger erreichte am Samstag beim Weltcup-Slalom im finnischen Levi den zweiten Platz. Die Vorarlbergerin verbesserte sich im zweiten Durchgang vom vierten auf den zweiten Rang (+ 0,79 Sekunden). Den Sieg holte sich Mikaela Shiffrin, die in Levi zum achten Mal triumphierte. Lena Dürr aus Deutschland komplettierte das Podest (+ 0,83).
„Es ist genial, hier in Levi zu fahren. Es ist wunderschön, dass mir alles so aufgegangen ist“, sagte Liensberger im ORF-Interview. Trotz schwieriger Bedingungen konzentrierte sie sich auf ihre Technik. „Die Piste war unruhig, im Steilhang eisig. Da musste man gut Druck geben und trotzdem in Schwung bleiben.“ Levi sei immer ein besonderes Rennen, so Liensberger. „Es ist das erste Saisonrennen im Slalom, darauf freut sich jeder. Es ist echt schön, so in die Saison zu starten, darauf kann man aufbauen.“
Katharina Truppe zeigte sich enttäuscht über ihren 19. Platz (+ 2,98): „Die Performance ist jenseits von Gut und Böse. Ich bin heute wie ein Bleistift heruntergefahren. Die Lockerheit vom Training war gar nicht da. Das war ein richtiger Griff ins Klo, heute ist gar nichts gegangen.“
Katharina Gallhuber fiel nach einem Fehler im zweiten Durchgang von Rang 14 auf Platz 25 zurück. „Ich habe keine Ahnung, was da heute alles passiert ist“, erklärte sie. Katharina Huber schied im zweiten Lauf aus, ebenso wie Lisa Hörhager im ersten. Franziska Gritsch (34.), Natalie Falch (49.), Maja Waroschitz (54.) und Debütantin Kathrin Stock (59.) schafften es nicht in den zweiten Durchgang.
ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger lobte Liensberger: „Es scheint, dass die alten Tugenden zurückkommen. Im zweiten Lauf war das Finish sehr okay.“ Die übrigen Läuferinnen hätten allerdings Probleme, die man bis zu den nächsten Weltcprennen vor heimischem Publikum angehen werde. „Das ist eine mentale Geschichte, die wir bis Gurgl lösen müssen.“