„Muss All-In gehen“

Anna Gasser hat am Mittwoch bei der Snowboard-WM im Engadin (SUI) in der Big-Air-Qualifikation souverän abgeliefert und sich einen Platz im Finale gesichert. Mit drei sauber gestandenen Sprüngen erreichte sie den zweiten Rang. An der Spitze lag die Neuseeländerin Zoi Sadowski-Synnott, gefolgt von Gasser und vier japanischen Konkurrentinnen. Hanna Karrer zeigte zwar eine starke Leistung, verpasste jedoch knapp den Einzug in die Top-8.
Der Kampf um die Medaillen, bei dem Titelverteidigerin Gasser auf ihr drittes WM-Gold hofft, findet am Freitag um 19:30 Uhr (live auf ORF Sport+) statt. In der Qualifikation, die aus drei Sprüngen bestand, musste sich die 33-jährige Kärntnerin mit 167,25 Punkten nur knapp Sadowski-Synnott (168,50) geschlagen geben.
Dicht hinter Gasser folgten die Japanerinnen Kokomo Murase (166,75) und Mari Fukada (164,75). Sadowski-Synnott, die bereits im Slopestyle triumphiert hatte, unterstrich mit dieser Leistung ihren Anspruch auf einen WM-Doppelpack.
Gasser legte bereits mit ihrem ersten Sprung (79,25 Punkte) eine solide Basis und sicherte sich anschließend mit einem kontrollierten Versuch ihren Platz. In ihrem letzten Sprung zeigte sie dann ihr ganzes Können und erzielte mit 88,00 Punkten die zweithöchste Wertung des Tages. Damit verbesserte sie sich noch von Rang sechs auf zwei. Im Hinblick auf das Finale erwartet die zweifache Big-Air-Weltmeisterin einen „heißen Kampf“ um die Medaillen: „Da muss ich All-In gehen.“
„Eigentlich bin ich sehr zufrieden. Vor allem, da ich den letzten Trick noch stehen habe können, den Zwölfer, das war schon mal ein gutes Warm-up fürs Finale. Jetzt freue ich mich auf Freitag auf das große Finale.“ Mit der Bewertung der Judges war sie jedoch nicht ganz einverstanden, da ihrer Meinung nach besonders streng geurteilt wurde. Dennoch zog sie daraus auch positive Erkenntnisse für das Finale.
Die 17-jährige Hanna Karrer (138,50 Punkte) lag nach zwei Sprüngen noch auf Finalkurs, kam bei ihrem letzten Versuch jedoch nach der Landung zu Sturz. Dadurch wurde sie von der Deutschen Annika Morgan (141,25) knapp aus den Top-8 verdrängt – am Ende fehlten nur 2,75 Punkte für den Finaleinzug.